Digitale Aktivlautsprecher
…erzählt wie eine gute Geschichte
Ein Gespräch unter Freunden
„Moin, lange nichts voneinander gehört. Was treibst du so?“
„Ich entwickle gerade neue Lautsprecher.“
„Lautsprecher? Davon gibt es doch schon mehr als genug.“
„Stimmt. Deshalb wollte ich keine weiteren Lautsprecher bauen – sondern ein Konzept, das Musik natürlicher und direkter wirken lässt.“
„Jetzt bin ich neugierig.“


Die Idee
„Die Serie besteht aus drei Modellen: Belcanto, Fortissimo und Fortissimo Grande.“
„Klingt italienisch.“
„Soll auch nach Musik klingen. Alle drei arbeiten digital und vollaktiv. Die Belcanto ist ein kompromissloses 2-Wege-System. Die beiden größeren Modelle kombinieren dieses Konzept zusätzlich mit einer integrierten Subwoofer-Einheit für echten Tiefbass – ohne die Vorteile eines präzisen 2-Wege-Lautsprechers aufzugeben.“
„Und was macht das besser als einen guten Lautsprecher von der Stange?“
„Vor allem die Art, wie die Chassis zusammenarbeiten. Wichtig ist ein schneller hochauflösender Hochtöner, ideal sind AMT‘ S, also sogenannte Air Motion Transformer und für die Mitten ein Chassis mit Papiermembran “
Foto von Robert Boyer auf Unsplash
Warum Papier manchmal moderner ist als Keramik
„Moment mal“, lachte der Freund. „Papiermembran? Das klingt eher nach 1975 als nach High End.“
„Genau das denken viele. Moderne Keramik- oder Metallmembranen sehen spektakulär aus, haben aber oft ein Problem: Oberhalb ihres Arbeitsbereichs entstehen starke Resonanzen. Diese Überhöhungen können deutlich lauter sein als das eigentliche Musiksignal.“
„Also lieber ein Chassis, das sich sauber verhält, statt eines, das nur modern aussieht?“
„Exakt.“


Der eigentliche Trick: kein klassischer Frequenzweichen-Zoo
„Und der Hochtöner?“
„Ich sagte ja schon, ein Air Motion Transformer. Sehr schnell, sehr fein auflösend – aber viele AMTs haben keinen perfekt linearen Frequenzgang.“
„Das heißt?“
„Statt teurer Spulen, Kondensatoren und Widerstände übernimmt ein DSP die Arbeit. Mit FIR-Filtern werden Frequenzgang und Zeitverhalten korrigiert. Die Chassis spielen dadurch nicht nur linearer, sondern auch zeitlich synchron.“
„Zeitlich synchron?“
„Stell dir vor, Hochtöner und Tiefmitteltöner spielen dieselbe Frequenz im Übergangsbereich. Bei einer klassischen Weiche verschieben sich die Phasen, und Teile des Signals löschen sich gegenseitig aus. Der DSP sorgt dafür, dass beide Chassis wie aus einem Guss spielen.“
Warum manche Lautsprecher „Treppenstufen“ haben
„Jetzt verstehe ich auch diese abgestuften Schallwände bei manchen High-End-Lautsprechern!“
„Genau. Die Schwingspulen liegen konstruktionsbedingt nicht auf derselben Ebene. Der Hochtöner ist meist näher am Hörer als der Tiefmitteltöner.“
„Das sind doch nur ein paar Zentimeter.“
„Für unser Gehör können wenige Zentimeter bereits eine messbare Zeitdifferenz bedeuten. Mit einem DSP lässt sich der Hochtöner um Bruchteile von Millisekunden verzögern – und plötzlich treffen die Schallanteile gleichzeitig am Ohr ein.“
„Okay … das klingt weniger nach Voodoo und mehr nach Physik.“
Foto von Ambrose Chua auf Unsplash


Theorie oder Realität?
„Schön erklärt“, sagte der Freund. „Aber existieren diese Lautsprecher überhaupt schon?“
„Alle drei Modelle sind fertig aufgebaut.“
„Ernsthaft?“
„Und ich habe sie in einem direkten AB-Vergleich gegen eine Backes & Müller BM 14 aus dem Jahr 2019 antreten lassen – ein Lautsprecher, der damals rund 20.000 Euro gekostet hat.“
„Jetzt willst du mir wirklich ein Vergleichsvideo schicken?“
„Natürlich. Aber zuerst trinken wir ein Glas Wein. Über Musik spricht es sich besser, wenn Musik läuft.“
Foto von Artturi Jalli auf Unsplash
Digitale Aktivlautsprecher
Belcanto · Fortissimo · Fortissimo Grande
Weniger Bauteile im Signalweg. Weniger Kompromisse. Mehr Musik.

